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Hier finden Sie unsere aktuellen Pressemitteilungen, Kundeninformationen und Bauberichte.

Baustart in Bremen: Ausbau der Straße „Zum Sportplatz“

17.08.2021

Im Geisaer Ortsteil Bremen beginnen ab 1. September die Kanal- und Straßenbauarbeiten in der Straße „Zum Sportplatz“ von der Einmündung Steingasse bis zur Hausnummer 4. Der Wasser und Abwasser-Verband Bad Salzungen erneuert die Kanalisation und die Trinkwasserleitung. Im Anschluss daran werden die Straßenbauarbeiten von der Stadt Geisa durchgeführt. Bis Ende dieses Jahres sollen die Arbeiten abgeschlossen werden. Mit der Kanalerneuerung in der Straße „Zum Sportplatz“ wird in Bremen ein Anschlussgrad von nahezu 100 Prozent erreicht.

Aufgrund der Bauarbeiten kommt es zu Beeinträchtigungen. Die Erreichbarkeit der Grundstücke wird für den Anwohnerverkehr nur teilweise ermöglicht. Die Anwohner werden von der bauausführenden Baugesellschaft Ulstertal mbH darüber informiert, ab wann es zu Einschränkungen beim Befahren der Straße kommen kann.

Die Reinigung läuft: Kranlucken ist zentral angeschlossen

23.07.2021

Die Bauarbeiten sind fertiggestellt, die Abwasserfracht aus der Kanalisation ist auf dem Weg und die Reinigung läuft: In Kranlucken sorgt jetzt die zentrale Kläranlage für die Abwasserbehandlung. Die Anlage hat die technische Abnahme bestanden und damit durfte auch der symbolische Bandschnitt nicht fehlen.

v.l.n.r.: Wolfgang Mahret (Abwasserfachingenieur WVS), Matthias Hahn (Baugesellschaft Ulstertal mbH), Heiko Pagel (Werkleiter WVS), Karl-Walfried Linke (Projektleiter WVS), Rainer Schachtschabel (Kraus GbR), Bernadett Hosenfeld (Bürgermeisterin Gemeinde Schleid), Silvia Weber (Bauamt Stadt Geisa), Jens Schneider (Baugesellschaft Ulstertal mbH), Sebastian Lindel (System S&P GmbH), Marc Hirschmann (Amiblu Germany GmbH), Ronny Wettengel (ELAplan GmbH), Jens-Uwe Weiß (BN Automation AG)

WVS-Werkleiter Heiko Pagel bedankte sich zuallererst bei allen am Bau beteiligten Firmen, für das erfolgreich umgesetzte Bauprojekt und die gute Zusammenarbeit. Den Bau ausgeführt haben die Baugesellschaft Ulstertal mbH und die BN Automation AG. Mit der Planung und Bauüberwachung des Projektes war das Ingenieurbüro Kraus GbR beauftragt. Die ELAplan GmbH ist für die Planung der Elektro- und Steuerungstechnik zuständig gewesen. Der Dank ging auch an die System S&P GmbH als Hersteller der Kläranlage und die Hydrotools GmbH & Co. KG, die unter anderem den Stauraumkanal ausgestattet hat.

„Das neue Klärwerk kann das Schmutzwasser von 252 Einwohnerwerten reinigen. Für die ersten 50 Prozent der Grundstücke ist der zentrale Anschluss bereits hergestellt“, verkündete Pagel. Da sich die Anlage am westlichen Ortsrand von Kranlucken befindet wurde ein Zulaufsammler gebaut, der das Schmutzwasser aus der Ortslage zur Kläranlage leitet. In der Ortslage selbst sind der Abwasserkanal im Bereich Damian-Ritz-Straße und Am Bach erneuert und eine neue Trinkwasserleitung verlegt worden. Zusätzlich wurde zwischen der Ortslage und dem Klärwerk eine Entlastungsanlage mit einem Stauraumkanal errichtet. Bei Starkregenereignissen entlastet der Stauraumkanal die Kanalisation des Ortsnetzes und schützt den Kohlbach vor starken Verunreinigungen. „Geplant ist, das Kanalnetz im Bereich der Ortsdurchfahrt und den Seitenstraßen in den kommenden Jahren weiter auszubauen, um den Anschlussgrad weiter zu erhöhen“, kündigte Pagel an.

Nun sorgt die zentrale Kläranlage für die Abwasserreinigung nach dem Stand der Technik. Dabei setzen sich zunächst in den Vorklärbecken die enthaltenen Grobstoffe aus dem ankommenden Abwasser ab. Im Anschluss daran leisten die Mikroorganismen einen wichtigen Job und sorgen in der Scheibentauchkörperanlage für die biologische Reinigung.

Sie entwickeln sich auf den drehenden Scheibentauchkörpern und bilden einen biologischen Rasen aus Klärschlamm. Durch die Drehbewegung nehmen sie beim Auftauchen Sauerstoff auf und beim Abtauchen absorbieren sie die Verschmutzung. Dadurch werden einerseits die gelösten Kohlenstoff- und Stickstoffverbindungen abgebaut, andererseits erfolgt ein Wachstum der Mikroorganismen auf den Scheiben. Ist der Klärschlammfilm dick genug, fällt er von den Scheiben ab und wird in der Nachklärung durch Lamellenabscheider vom gereinigten Wasser getrennt. Über eine Pumpe gelangt der Schlamm zurück in die Vorklärbecken, wo er vom WVS abgefahren und auf der Kläranlage in Bad Salzungen energetisch weiterverwertet wird. Das gesäuberte Wasser wird in den Kohlbach eingeleitet.

Für den Gewässerschutz:

Da die Mikroorganismen die im Abwasser enthaltenen Phosphorverbindungen nicht vollständig abbauen können, kommt im Reinigungsprozess zusätzlich das Fällmittel Eisen(3)-Chlorid-Sulfat-Lösung zum Einsatz. Es sorgt dafür, dass sich das Phosphat an den Schlamm bindet und wird schließlich im Klärschlamm mit entsorgt. Das ist wichtig, denn ein hoher Phosphatgehalt ist ein Problem für die natürlichen Gewässer und deren Lebewesen. Als natürlicher Dünger steigert er die Vermehrung von Algen, die beim Absterben auf den Grund sinken und von Mikroorganismen zersetzt werden. Bei diesem Prozess wird viel Sauerstoff benötigt. Eine Überdüngung des Gewässers verursacht deshalb einen Sauerstoffmangel, der Fische und andere Wasserlebewesen ersticken lässt. Aus diesem Grund ist die Phosphorfällung ein wichtiger Schritt in der Abwasserreinigung und trägt zum Schutz der Gewässer bei.

Investitionskosten und Förderung:

Den zentralen Anschluss von Kranklucken hat der Verband als Fördermaßnahme im Rahmen des Abwasserbeseitigungskonzeptes umgesetzt und Baukosten in Höhe von insgesamt rund 2,1 Millionen Euro investiert. Mit rund 625.000 Euro hat der Freistaat Thüringen das Bauprojekt gefördert. „Für den Ortsteil Kranlucken ist die zentrale Abwasserentsorgung eine wichtige Investition in die Infrastruktur des Ortes. Wir sind froh, dass wir mit dem Wasser und Abwasser-Verband Bad Salzungen einen starken Partner an der Seite haben, um dieses Projekt umsetzen zu können“, sagte Bernadett Hosenfeld, Bürgermeisterin der Gemeinde Schleid. Mit rund 292.000 Euro hat sich die Gemeinde an der Mitfinanzierung der Straßenentwässerung beteiligt.

Für die Grundstückseigentümer:

In den kommenden Tagen werden die Grundstückseigentümer, für die der zentrale Anschluss hergestellt wurde, zur Außerbetriebnahme ihrer Grundstückskläranlage informiert. Sie erhalten dazu ein Informationsschreiben des Verbandes, in dem die nun folgenden Schritte erläutert werden. Im Zuge dessen werden auch die Beitragsendbescheide versendet.

Tag der offenen Tür:

„Wir planen auch, einen Tag der offenen Tür zu veranstalten. Dann können die Bürgerinnen und Bürger einen Blick hinter die Kulissen der Abwasserbeseitigung ihres Ortes werfen“, kündigte Pagel an. „Über den Termin werden wir rechtzeitig informieren.“

Achtung Trinkwasserkunden! Unterbrechung der Trinkwasserversorgung in Steinbach

09.07.2021

Am Donnerstag, den 15. Juli 2021, in der Zeit von 8:00 Uhr bis 16:00 Uhr wird die Wasserversorgung in der gesamten Ortslage Steinbach unterbrochen. Der Wasser und Abwasser-Verband Bad Salzungen führt in dieser Zeit Arbeiten am öffentlichen Trinkwassernetz durch. Zur Sicherung der Trinkwasserversorgung wird die neu hergestellte Verbindungsleitung vom Hochbehälter Steinbach an das Ortsnetz angebunden.

Der WVS empfiehlt seinen Kunden, sich bei Bedarf mit Trinkwasser zu bevorraten und bittet um Verständnis für diese Maßnahme.

Nach Wiederherstellung der Wasserversorgung kann es eventuell zu kurzzeitigen Eintrübungen des Trinkwassers kommen. Sollten die Störungen anhalten oder es zu Unregelmäßigkeiten bei der Wasserbelieferung und Beeinträchtigungen der Wasserqualität kommen, setzen Sie sich bitte zeitnah unter 03695 / 667 167 mit dem Meisterbereich in Verbindung oder wenden Sie sich vor Ort an die Mitarbeiter des WVS. Sie erreichen außerdem den Bereitschaftsdienst unter 03695 / 667 668.

WVS nimmt neue Kläranlage Geismar in Betrieb und leistet einen Beitrag zum aktiven Gewässer- und Artenschutz

07.07.2021

Der Wasser und Abwasser-Verband Bad Salzungen hat die neue Kläranlage für Geismar und Spahl in Betrieb genommen. Die Umsetzung des zentralen Anschlusses beider Ortslagen stellt einen Meilenstein im Abwasserbeseitigungskonzept des Verbandes dar. „Dieser ist mit Baukosten von über fünf Millionen Euro eine wichtige und zukunftssichere Investition in den Anschluss des ländlichen Raumes“, sagte WVS-Werkleiter Heiko Pagel im Rahmen der feierlichen Inbetriebnahme.  

Anschluss von Geismar und Spahl:

Die neue Anlage befindet sich am nördlichen Ortsrand von Geismar. Die unterirdisch verbaute Technik und die Organisation, die hinter der Abwasserentsorgung und -reinigung steckt, sind beträchtlich und wichtig. Um Geismar anzuschließen wurde ein Mischwassersammler als Zulaufsammler entlang des Gewässers „Geisa“ verlegt, der die Ortslage mit der Kläranlage verbindet. Zudem wurde im Bereich der „Hauptstraße“/„Zum Langen Stein“ ein Abwasserkanal im Trennsystem gebaut, um das Schmutzwasser auf den Verbindungssammler von Spahl kommend aufzubinden. Dieser etwa 2,5 Kilometer lange Verbindungssammler schließt den nördlichen Teil von Spahl sowie die Grundstücke im Bereich Hüttenmühle an. Mit der Verlegung des Mischwasserkanals im Straßenbereich „Am Wasser“ wurde das neue Entwässerungsnetz in Geismar weiter vervollständigt.

Über den Zulaufsammler und den Stauraumkanal kommt das Schmutzwasser aus den beiden Ortslagen (Spahl, Geismar, Hüttenmühle) auf dem Kläranlagengelände an. Der Stauraumkanal nimmt im Regenfall den ersten Schmutzstoß auf. Dadurch wird die hydraulische und frachtseitige Belastung der Kläranlage reduziert und gleichzeitig die „Geisa“ vor starken Verunreinigungen geschützt. Über eine Pumpstation mit zwei Abwasserpumpen gelangt das Schmutzwasser schließlich in die Kläranlage, in der es mehrere Reinigungsstufen durchläuft.

Abwasserreinigung:

Erst werden durch einen Siebrechen grobe Schmutzstoffe entfernt. In zwei nachfolgenden Vorklärbecken wird das Schmutzwasser durch Absetzen der noch enthaltenen Grobstoffe und ungelösten organische Stoffe gereinigt. Anschließend sorgen in den Scheibentauchkörpern Mikroorganismen für die biologische Reinigung. Im Reinigungsprozess wird außerdem das Fällmittel Eisen-III-Chlorid-Sulfat-Lösung eingesetzt, um durch chemische Fällungsreaktionen die ins Gewässer eingebrachte Phosphatbelastung weiter zu verringern. Der Klärschlamm wird schließlich in der Nachklärung durch Lamellenabscheider vom gereinigten Wasser getrennt. Am Ende der Reinigung gelangt das gesäuberte Wasser in das Gewässer „Geisa“. Der Schlamm wird über eine Pumpe in den Schlammbehälter befördert und vom WVS abgefahren, damit er auf der Kläranlage Bad Salzungen energetisch weiterverwendet werden kann.

„Im Interesse unserer Bürger sind wir froh, dass der Wasserverband für die Ortsteile Geismar und Spahl eine zentrale Lösung für die Abwasserbeseitigung umgesetzt hat“, so Bürgermeisterin Manuela Henkel. 435 Einwohner aus Geismar, 74 aus Spahl und 14 aus dem Bereich „Hüttenmühle“ sind bereits angeschlossen. Die neue Kläranlage ist mit ihrer zweistraßigen Scheibentauchkörperanlage für bis zu 895 Einwohnerwerte ausgelegt. Pro Tag können somit bis zu 214,8 Kubikmeter Trockenwetterabfluss (Schmutz- und Fremdwasser) gereinigt werden. Das entspricht einer Abwasser-Jahresschmutzmenge von insgesamt 78.140 Kubikmeter.

Zuvor ist das anfallende häusliche Schmutzwasser in Grundstückskläranlagen vorgereinigt und über mehrere Einleitstellen in das Gewässer abgeleitet worden. Das Schmutzwasser war aber unzureichend behandelt und hat die „Geisa“ stark belastet.

Einweihung der Fledermausquartiere:

Neben dem Gewässerschutz ist der Verband auch für den Artenschutz aktiv geworden und hat auf dem Anlagengelände Fledermausquartiere eingerichtet. Die Region weist eine große Fledermauspopulation auf. Doch leider werden die Unterschlupfmöglichkeiten für die nachtaktiven Flugkünstler immer seltener. Mit dem Projekt „Fledermausfreundliche Kläranlage“ schafft der Verband seit vielen Jahren neue Lebensräume für die bedrohte Tierart. Unter anderem sind die Kläranlagen in Buttlar, Dermbach, Barchfeld, Vacha, Unterbreizbach und Bad Salzungen mit Quartiermöglichkeiten ausgestattet worden. „Es bedarf oft nicht großer Maßnahmen um etwas für den Natur- und Artenschutz zu tun und einen Beitrag zum Schutz der Flugsäuger zu leisten. Auf der Kläranlage Geismar hat sich eine gute Gelegenheit ergeben, die auch in die Tat umgesetzt werden konnte“, so Pagel. „Wir freuen uns, gleich vier neue Fledermauskästen einweihen zu können.“ Darunter sind zwei Sommer- und zwei Winterquartiere.

Die Projektbeteiligten:

Der WVS-Werkleiter nutzte die offizielle Inbetriebnahme auch, um sich bei allen Beteiligten für die gute Zusammenarbeit zu bedanken. Insgesamt waren acht Partner an der Gesamtbaumaßnahme beteiligt:

  • Tiefbautechnische Büro Werra GmbH
  • Büro für Bauplanung & Architektur Kraus GbR
  • ELAplan GmbH
  • Baugesellschaft Ulstertal mbH
  • Tiefbau GmbH Tiefenort
  • BN Automation AG
  • Hydrotools GmbH & Co. KG
  • Baumanagement Erbe

„Bedanken möchten wir uns vor allem auch bei den Grundstückseigentümern und Pächtern der gequerten Grundstücke für das entgegengebrachte Verständnis in die Notwendigkeit der Bauarbeiten“, so Pagel.

Investitionskosten und Förderung:

Insgesamt wurden etwa 5,2 Millionen Euro investiert, von denen rund 1,6 Millionen Euro aus dem Förderprogramm des Freistaates Thüringen zur Verbesserung der Agrarstruktur und des Küstenschutzes geflossen sind.

Tag der offenen Tür:

„Wir planen auch, einen Tag der offenen Tür zu veranstalten. Dann können die Bürgerinnen und Bürger einen Blick hinter die Kulissen der Abwasserbeseitigung ihres Ortes werfen“, kündigte Pagel an. „Über den Termin werden wir rechtzeitig informieren.“

Information an die Grundstückseigentümer:

In den kommenden Wochen werden die Grundstückseigentümer, für die der zentrale Anschluss hergestellt wurde, über die Außerbetriebnahme ihrer Grundstückskläranlage informiert. Sie erhalten dazu ein Informationsschreiben des Verbandes, in dem die nun folgenden Schritte erläutert werden. Im Zuge dessen werden auch die Beitragsendbescheide versendet.

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Pressemeldungen

Archiv

Im Pressearchiv können Sie unsere zurückliegenden Pressemitteilungen und Berichte einsehen.

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Allgemeinverfügung

Regeln für eine gewässerschonende Landwirtschaft in Fischbach

Für einen besseren Schutz unserer Trinkwasserressourcen hat der Landkreis Schmalkalden-Meiningen eine Allgemeinverfügung zur Beschränkung und Überwachung der landwirtschaftlichen Nutzung im Einzugsgebiet der Springquellen in Fischbach veröffentlicht. Die dort tätigen Landwirte werden verpflichtet, an manchen Stellen gar keine Düngemittel mehr auszubringen beziehungsweise die Mengen zu reduzieren. Beweidungsverbote und Umbruchverbote von Grünlandflächen, um diese in Ackerland umzuwandeln, sind ebenfalls Bestandteil der Verfügung. Es ist außerdem geregelt, was der WVS zur Überwachung des Wassers zu tun hat. Auch Bodenuntersuchungen sind vorgesehen. Zudem muss der WVS die Landwirte für die Düngemitteleinschränkung finanziell entschädigen.

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