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News & Aktuelles

Medieninformationen

Voraussetzung für den Anschluss von Oberzella geschaffen

Im Rahmen eines GRW-Förderprogramms (Gemeinschaftsaufgabe regionale Wirtschaftsförderung) des Freistaates Thüringen hat die Stadt Vacha das Gewerbegebiet Oberzella um viereinhalb Hektar vergrößert und neue Gewerbeflächen geschaffen. Aus diesem Grund hat der Wasser und Abwasser-Verband Bad Salzungen (WVS) die Ableitung des Schmutz- und Regenwassers in dem Areal umstrukturiert, eine Abwasserdruckleitung von Oberzella nach Vacha verlegt und ein Abwasserpumpwerk gebaut. Das Gewerbegebiet Oberzella und die Ortslage Unterzella sind damit bereits an die Kläranlage Vacha angeschlossen. In 2020 folgt der zentrale Anschluss von Oberzella.

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Ablesung der Wasserzähler: WVS verschickt Zählerkarten

Für die anstehende Jahresverbrauchsabrechnung erfasst der Wasser und Abwasser-Verband Bad Salzungen im gesamten Verbandsgebiet die Zählerstände der Wasserzähler.

Zählerkarten für Gartengrundstücke: Am 27. September versendet der WVS an die Kunden mit Gartengrundstücken ein Anschreiben mit einer Selbstablesekarte sowie einer Anleitung zur Ablesung. Auf der Ablesekarte sind der Zählerstand des Gartenwasserzählers und der Ablesetag einzutragen. Bis einschließlich 20. Oktober 2019 sind die Zählerkarten an den WVS zurückzusenden.

Zählerkarten für alle übrigen Grundstücke: Des Weiteren erhalten alle Kunden die Zählerkarten für die Ablesung der Wasserzähler auf allen übrigen Grundstücken, die keine Gärten sind. Der Ablesezeitraum beginnt am 28. Oktober und endet am 17. November 2019.

Online-Zählerstandserfassung: Alternativ kann der Wasserzählerstand unter Kundenservice/Zählerstanderfassung mitgeteilt werden. Für die Online-Zählerstanderfassung müssen Zählernummer und Zählerstand vom Wasserzähler abgelesen werden. Im Eingabeformular werden die Kunden- und Wasserzählernummer (beide Nummern können auf der zugesandten Ablesekarte oder aus der letzten Verbrauchsabrechnung entnommen werden) eingetragen und bestätigt.

Für weitere Rückfragen steht die Gebührenabteilung des WVS gerne zur Verfügung (Tel. 03695/667-667).

Zählerstanderfassung online erfasen

Gewässerunterhaltungsverband Felda/Ulster/Werra gegründet

Der Gewässerunterhaltungsverband (GUV) Felda/Ulster/Werra hat sich am 23. September 2019 in Bad Salzungen gegründet. Bis zum 31. Dezember obliegt die Pflege und Unterhaltung der Gewässer zweiter Ordnung noch den Gemeinden. Ab 01. Januar 2020 geht die Aufgabe auf den neuen Verband über.

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Kläranlage für Geismar und Spahl

In diesem Jahr hat der WVS ein wichtiges Investitionsvorhaben in Geismar gestartet. Hier errichtet der Verband eine neue Kläranlage, die das Schmutzwasser der Einwohner aus den Geisaer Ortsteilen Geismar und Spahl entsorgen wird.  In einer ersten Fördermaßnahme im nördlichen Teil von Geismar wird die Kläranlage mit einem Stauraumkanal und einer Abwasserpumpstation errichtet. Der Stauraumkanal ist eingebaut und der Rohbau des Pumpwerkes steht auch bereits. Vorbereitend für den Kläranlagenbau werden bis Ende 2019 die Baugruben für die Vorklärbecken und Schlammbehälter ausgehoben und diese vor Ort jeweils in einem Guss hergestellt. Im nächsten Jahr wird die zweistraßige Scheibentauchkörperanlage gesetzt und das Betriebsgebäude errichtet. Außerdem wird derzeit ein Zulaufsammler, der die Ortslage Geismar mit der Kläranlage verbindet, fertiggestellt und an den Stauraumkanal angeschlossen. In 2020 werden die Arbeiten für den Bereich der „Hauptstraße“/„Zum Langen Stein“ ausgeschrieben.

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Regeln für eine gewässerschonende Landwirtschaft in Fischbach

Für einen besseren Schutz unserer Trinkwasserressourcen hat der Landkreis Schmalkalden-Meiningen eine Allgemeinverfügung zur Beschränkung und Überwachung der landwirtschaftlichen Nutzung im Einzugsgebiet der Springquellen in Fischbach veröffentlicht. Die dort tätigen Landwirte werden verpflichtet, an manchen Stellen gar keine Düngemittel mehr auszubringen beziehungsweise die Mengen zu reduzieren. Beweidungsverbote und Umbruchverbote von Grünlandflächen, um diese in Ackerland umzuwandeln, sind ebenfalls Bestandteil der Verfügung. Es ist außerdem geregelt, was der WVS zur Überwachung des Wassers zu tun hat. Auch Bodenuntersuchungen sind vorgesehen. Zudem muss der WVS die Landwirte für die Düngemitteleinschränkung finanziell entschädigen.

Vollständige Allgemeinverfügung lesen

1.018 Euro Startgehalt, 30 Tage Urlaub und die Chance auf Übernahme

Du bist bald fertig mit der Schule und willst Dein eigenes Geld verdienen? Du bist dazu noch körperlich fit, handwerklich geschickt und hast Interesse an Mechanik und Elektronik? Dann kann Dir Dein regionaler Trinkwasserver- und Abwasserentsorger einen vielseitigen und krisenfesten Job anbieten. Der Wasser und Abwasser-Verband Bad Salzungen bildet Dich zur Fachkraft für Wasserversorgungstechnik und zur Fachkraft für Abwassertechnik aus.

Die Bewerbungsfrist für das Ausbildungsjahr 2020 läuft bis 30. September 2019.

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„Höhbaum“ und Teilbereich „Hinter den Gärten“ grundhaft ausgebaut

In einer Gemeinschaftsmaßnahme haben die Stadt Bad Salzungen, der Wasser und Abwasser-Verband Bad Salzungen und die Werraenergie GmbH die Straße „Höhbaum“ in Langenfeld grundhaft ausgebaut. Auch in der Straße „Hinter den Gärten“ wurden Ausbauarbeiten durchgeführt.

Auf einer Länge von rund 180 Metern hat der WVS im „Höhbaum“ einen neuen Kanal im Mischsystem gebaut, bei dem Schmutz- und Regenwasser in einer gemeinsamen Leitung gemischt abgeführt werden. Für die anliegenden Grundstücke sind zudem die jeweiligen Hausanschlüsse erneuert worden. Die Kanalbaumaßnahme führt nicht nur zur Verbesserung der Entwässerungsanlagen im „Höhbaum“, sondern auch zur Anschlussmöglichkeit für die erschlossenen Baugrundstücke im neuen Langenfelder Wohngebiet „An der Trift“. In der Straße „Höhbaum“ und „Hinter den Gärten“ wurden ebenfalls durch den WVS die Trinkwasserleitungen sowie die Hausanschlüsse im öffentlichen Bereich neu verlegt.

Die neuen Abwasseranlagen in Gräfen-Nitzendorf gehen in den Probebetrieb

Am Standort des alten Klärwerks in Gräfen-Nitzendorf wurde eine neue, moderne Scheibentauchkörperanlage errichtet. Die Entwässerung auf der Ost- und Westseite der „Hecke“ wurde mit neuen Abwasserpumpstationen, Druckleitungen und einem Stauraumkanal ebenfalls erneuert. Im westlichen Teil wurde zusätzlich ein neuer Schmutzwasserkanal verlegt. Mit dieser zentralen Lösung werden alle 270 Einwohner, anstatt wie bislang nur 170, an die Abwasserbehandlungsanlage in Gräfen-Nitzendorf angeschlossen. Derzeit werden die neuen Anlagen elektro- und steuerungstechnisch ausgerüstet, damit die Kläranlage Anfang September den Probebetrieb aufnehmen kann. Sobald der Probelauf abgeschlossen ist, werden auch die Pumpstationen und der Stauraumkanal im Betrieb getestet. Bis Ende Oktober werden die übrigen Hausanschlüsse hergestellt und die Straßendecke instand gesetzt. Sobald alle Anlagen störungsfrei arbeiten, wird zu guter Letzt die alte Kläranlage zurückgebaut. Bis Ende 2019 werden alle Bauarbeiten abgeschlossen sein - und dann kann anschließend auch das Umbinden der Grundstücke erfolgen. Natürlich haben die Bürgerinnen und Bürgern auch die Möglichkeit, sich im Frühjahr 2020 bei einem Tag der offenen Tür ihre neue Kläranlage im Ort anzuschauen. Wann es soweit ist, geben wir rechtzeitig bekannt.

Der zentrale Anschluss von Gräfen-Nitzendorf ist Teil des Abwasserbeseitigungskonzeptes des Verbandes. Das Projekt wurde durch ein Förderprogramm des Thüringer Ministeriums für Umwelt, Energie und Naturschutz unterstützt, welches den Anschluss von Kleinstgebieten im ländlichen Raum bezuschusst.

Neue Abwasserkanäle in der Wagnerstraße und Wuckestraße in Bad Salzungen

Die Stadt Bad Salzungen hat in Zusammenarbeit mit dem Wasser und Abwasser-Verband Bad Salzungen (WVS), der Werraenergie GmbH und der TEAG die Wagnerstraße und die Wuckestraße in Bad Salzungen grundhaft ausgebaut. Auslöser für die Zusammenarbeit waren die von der Stadt Bad Salzungen geplante Straßenbaumaßnahme und der Zustand der vorhandenen Altkanäle, die auch laut Abwasserbeseitigungskonzept des WVS erneuert werden sollten.

Auf einer Länge von insgesamt rund 210 Metern mussten die alten Bestandskanäle erneuert werden. Die neuen Abwasserrohe wurden im Mischsystem verlegt, bei dem Schmutz- und Regenwasser in einer gemeinsamen Leitung gemischt abgeführt werden. Für die anliegenden Grundstücke wurden zudem die jeweiligen Hausanschlüsse erneuert. Die Bauarbeiten wurden von der Firma Petri-Bau-GmbH aus Tiefenort durchgeführt. Rund 197.000 Euro hat der WVS in den Kanalbau in der Wagnerstraße und Wuckestraße investiert. Die Versorgungsleitungen in den beiden Straßen sind bereits im Jahr 2008 erneuert worden.

Der „GUV Felda/Ulster/Werra“ nimmt die Arbeit auf

Der Freistaat Thüringen hat ein neues Thüringer Wasser-gesetz verabschiedet, mit dem die Pflege der Gewässer neu geregelt wurde und damit verbunden auch der Hochwasserschutz verbessert werden soll. Demnach wird ab dem 1. Januar 2020 der Gewässerunterhaltungsverband, kurz GUV Felda/Ulster/Werra, für die Gewässer zweiter Ordnung in unserer Region verantwortlich sein.

Um was geht es bei der Gewässerunterhaltung? Dazu gehören alle Maßnahmen, die den ordnungsgemäßen Wasserabfluss gewähren sollen. Hierzu zählen unter anderem die Pflege der Uferböschungen, Beseitigung von Abflusshindernissen, Grasmahd, Beseitigung von Auflandungen und vieles mehr. Aber um die Grundlage für die Arbeit der nächsten Jahren zu schaffen, muss zunächst erst einmal erarbeitet werden, welche Gewässer zweiter Ordnung sind und in welchem Zustand sich diese befinden. Die Unterhaltung der Gewässer erster Ordnung obliegt dem Land. Für die Unterhaltung der Gewässer zweiter Ordnung sind nun die neu gegründeten Gewässerunterhaltungsverbände zuständig. Die GUV‘s sind nach den Einzugsgebieten der jeweiligen Gewässer gegliedert. Finanziert wird diese neue Aufgabe durch das Land Thüringen – es werden keine Beiträge oder Gebühren von den Bürgerinnen und Bürgern erhoben. Der GUV Felda/Ulster/Werra erwartet hierfür im Jahr 2020 rund 600.000 Euro.

Bescheide zur Beitragsanpassung an die Mitgliedsgemeinden des aufgelösten ZWA „Hohe Rhön“

Die Eingliederung der Mitgliedsgemeinden des zum 31.12.2014 aufgelösten ZWA “Hohe Rhön” in den Wasser und Abwasser-Verband Bad Salzungen (WVS) ist bisher äußerst positiv verlaufen. Alle Kunden aus Kaltennordheim, Kaltensundheim, Kaltenwestheim, Mittelsdorf sowie aus Kaltenlengsfeld, Oberweid und Birx finden ihre Ansprechpartner zu allen Belangen der Wasserver- und Abwasserentsorgung beim WVS in Bad Salzungen. Seither hat der Verband umfangreich investiert, modernisiert, Technik und Verwaltung zusammengeführt. Auch personell ist der aufgelöste Verband in den WVS integriert worden. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wurden übernommen. Herr Gottbehüt vertritt die Interessen der neuen Mitgliedsgemeinden im Werksausschuss.

Bestandteil der Fusionsvereinbarung von 2014 zwischen den beiden Zweckverbänden war auch die Vereinheitlichung der Gebühren und Beiträge. Alle Grundstückseigentümer im Verbandsgebiet des WVS sollen gleiche Gebühren und Beiträge zahlen.

Anpassung der Verbrauchsgebühren

Es erfolgte eine Senkung der Verbrauchsgebühren für alle Grundstückseigentümer in den genannten Gemeinden. Das heißt, zum 01.01.2015 wurde die Verbrauchsgebühr bei Volleinleitern von 4,04 €/m³ auf 2,26 €/m³ gesenkt und bei Teileinleiten von 2,42 €/m³ auf 1,39 €/m². Die Gebührenangleichung wurde bereits erfolgreich vollzogen.

Anpassung des Abwasserbeitrages

Als letzten Schritt der Anpassung an die Satzungen des WVS und den entsprechenden Beitrag stand in diesem Jahr der Versand von Beitragsanpassungsbescheiden an. Der Beitragssatz im ehemaligen ZWA „Hohe Rhön“ lag durchschnittlich bei 3,30 €/m³. Der Beitragssatz des WVS liegt bei 3,48 €/m³.

Aufgrund dieser unterschiedlichen Beitragsätze musste eine Anpassung erfolgen. Dies wurde mit den zuständigen Gremien, der Kommunalaufsicht und dem Landesverwaltungsamt bereits im Jahr 2013 abgestimmt. Nachdem in den letzten Jahren die Ausgangszahlen des ZWA erst aufgearbeitet werden mussten, konnte die Anpassung der Beiträge erst 2019 erfolgen. In den Monaten April und Mai 2019 haben bereits die Orte Kaltensundheim, Kaltenwestheim, Mittelsdorf sowie Kaltenlengsfeld ihre Anpassungsbescheide erhalten. Ende Juni 2019 wurden auch für Kaltennordheim die Bescheide erlassen. Die in der Vergangenheit bereits an den ZWA „Hohe Rhön“ geleisteten Beitragszahlungen wurden bei dieser Berechnung berücksichtigt. Die Grundstückseigentümer bezahlen somit die Differenz zwischen dem im WVS gültigen Beitragssatz und ihren bislang gezahlten Beiträgen. In Einzelfällen führt dies auch zu einer Beitragsrückerstattung, sofern mehr an den ZWA bezahlt wurde als beim WVS fällig wird.

Zusammen mit den Bescheiden werden Informationen versendet, die Details aus den Beitragsanpassungsbescheiden erläutern. Sollten darüber hinaus Fragen oder Unstimmigkeiten bezüglich der Grundstücksgröße oder der Geschossigkeit aufkommen, steht die Beitragsabteilung des WVS den Bürgerinnen und Bürgern gerne zur Seite. Auch persönliche Gespräche in unserem Haus sind nach Terminvereinbarung während der Geschäftszeiten möglich.

Einen Zusammenhang zwischen der notwendigen Beitragsanpassung und der zum 01.01.2019 in Kraft getretenen Gemeindegebietsreform in Kaltennordheim gibt es nicht, auch wenn es mitunter zu einer zeitlichen Überschneidung gekommen ist.

Waldfisch ist zentral angeschlossen

Mit dem Anschluss von Waldfisch an die zentrale Kläranlage in Barchfeld konnten die umfassenden Maßnahmen der Dorferneuerung in der Moorgrundgemeinde erfolgreich abgeschlossen werden. Den offiziellen Bandschnitt dazu gab es gemeinsam mit den Anwohnern. Die Anwohner sind der Einladung des WVS gefolgt und warfen einen Blick in das neue Abwasserpumpwerk und in den Stauraumkanal. Der Wasser und Abwasser-Verband Bad Salzungen öffnet die Bauwerke und informierte über die komplexe Technik dieser Anlagen.

Seit 2011 hat der Wasser und Abwasser-Verband Bad Salzungen am Anschluss der Moorgrundgemeinden an die zentrale Kläranlage Barchfeld gearbeitet. Mit der Fertigstellung des Anschlusses von Möhra Ende 2016 wurde bereits die Voraussetzung geschaffen, auch die Ortslage von Waldfisch an den vorhandenen Verbindungssammler Möhra-Gumpelstadt und damit an die Kläranlage Barchfeld anzuschließen. Nach der Fertigstellung und Inbetriebnahme des Abwasserpumpwerkes und des Stauraumkanals wurde Ende letzten Jahres ein Großteil der Haushalte von Waldfisch an die Kläranlage angeschlossen. Mit der Erneuerung der Kanäle im letzten Straßenzug von Waldfisch (Zuwegung Kisselstraße) wird in diesem Jahr auch der restliche Ort angebunden. Baubeginn hierfür ist Anfang Juni.

Kläranlage Bremen ist eingeweiht

Gemeinsam mit den Anwohnern, den beteiligten Firmen, den Vertretern der Stadt Geisa und jeder Menge Regen wurde die neue Kläranlage in Bremen offiziell eingeweiht. Der Regen hat die Bremer aber keineswegs gestört. Ihr Interesse war groß und so kamen sie zahlreich mit ihren Regenschirmen, um sich die neue Anlage in ihrem Ort einmal genauer anzuschauen. Nachdem WVS-Werkleiter Heiko Pagel die Bremer begrüßt und einen Rückblick auf die Baumaßnahme geworfen hatte, durfte der offizielle Bandschnitt in der Regenpause natürlich nicht fehlen.

Die Bremer überzeugten sich zum Tag der offenen Tür davon, wie das Abwasser aus ihren Haushalten, weit hinter Toilettenspülung und Ausgusssieb wieder sauber wird. Sie verfolgten alle Schritte der Abwasserreinigung und sahen am Ende des Rundgangs auch das verbleibende gereinigte Wasser, das in den Bremenbach abgeleitet wird. Knapp zwei Millionen Euro hat der Wasser und Abwasser-Verband Bad Salzungen in die neue Abwasserbehandlungsanlage investiert. "In Bremen haben wir das Abwasserbeseitigungskonzept des Verbandes weiter umgesetzt. Die Bremer haben nun eine zukunftssichere und nachhaltige Abwasserbehandlung. In der Straße Zum Sportplatz werden die noch verbliebenen Grundstücke – nachdem die dafür notwendigen Kanalbauarbeiten gemacht wurden – angeschlossen. Dann ist Bremen zu 100 Prozent an die zentrale Kläranlange angebunden“, sagt Heiko Pagel zum Schluss.

Tauchgang in der Kläranlage

Elf Grad Wassertemperatur laden nicht gerade zu einem Tauchgang ein. In Bad Salzungen ist ein Taucher in der Kläranlage dennoch auf Grund gegangen. Anlass dafür war eine notwendige Kontrolle der Belebungsbecken. Für speziell ausgebildete Industrietaucher ist das Routine und eine Aufgabe, die während des laufenden Betriebs gemacht werden muss.

Bei dem Einsatz hat eine Tauchfirma, die auf Tauchgänge in Kläranlagen spezialisiert ist, die Rührwerke in einem der zwei Belebungsbecken inspiziert und gleichzeitig das Becken auf Ablagerungen untersucht. In den Belebungsbecken verrichten die im Belebtschlamm enthaltenen Bakterien ihre Arbeit und reinigen unsere Abwässer von Verschmutzungen, in dem sie sich von den Abwasserinhaltsstoffen ernähren. Ein Vorgang, der die Selbstreinigungsprozesse natürlicher Gewässer nachvollzieht. Hierfür benötigen die Bakterien Sauerstoff, der durch eine Druckbelüftung in das Becken geblasen wird. Die Rührwerke im Becken halten dabei das Gemisch aus Belebtschlamm und Wasser ständig in Bewegung, damit es sich nicht absetzt. Lagert sich Schlamm auf den Belüftern ab, kann dadurch das Abwasser nicht mehr ordnungsgemäß gereinigt werden.

Für den Tauchgang wurde das Belebungsbecken außer Betrieb genommen, während die Abwasserreinigung im zweiten Belebungsbecken weiterlief. Der speziell ausgebildete Industrietaucher hatte einen gummierten Tauchanzug an, zurrte einen Bleigürtel fest, um den Auftrieb des Schutzanzuges auszugleichen, trug Schutzhandschuhe und einen Helm. An dem Helm war ein Schlauch für die Zufuhr von Frischluft befestigt, der zugleich als Sicherungsleine diente. Eine Sauerstoffflasche auf dem Rücken diente der Notversorgung. Eine optisch eher außergewöhnliche Arbeitsbekleidung. Genauso außergewöhnlich wie der Beruf, den die Industrietaucher ausüben. Mit gut 70 Kilo Gewicht zusätzlich stieg er ins Becken, über Sprechfunk wurde permanent Kontakt mit dem Kollegen gehalten, der ihn vom Beckenrand aus sicherte. In fast sechs Metern Tiefe arbeitete der Berufstaucher in völliger Finsternis.

Zuvor wurden Fotos und Bauzeichnungen des Beckens studiert, denn in der Dunkelheit muss er sich auf seinen Tastsinn verlassen. Nach gut vier Stunden war der Einsatz mit mehreren Tauchgängen abgeschlossen. An der Belüftung sowie am Rührwerk waren keine Schäden feststellbar. Ablagerungen waren keine vorhanden, auch am Beton ist alles in Ordnung. "Das ist ein gutes Zeichen, dass unser Belebungsbecken in Schuss und intakt ist", weiß der Abwasser-Fachingenieur des WVS, Wolfgang Mahret. Doch wozu überhaupt der ganze Aufwand? „Man kann das Becken nicht einfach entleeren und dann die Rührwerke kontrollieren“, sagt Wolfgang Mahret. „Das ist im Vergleich zu einem Tauchereinsatz unverhältnismäßig. Es würde alleine mehrere Tage dauern, das Becken zu leeren, auf Schäden zu zu kontrollieren und anschließend den Betrieb des Beckens wieder aufzunehmen. Mit Hilfe des Industrietauchers konnten wir die Abwasserreinigung in diesem Becken direkt nach Abschluss des Taucheinsatzes wieder aufnehmen“, erklärt Mahret.

Weltwassertag: Auf den richtigen Umgang mit Wasser kommt es an

„Niemanden zurücklassen – Wasser und Sanitärversorgung für alle“ lautet das Motto des Weltwassertages am 22. März 2019. Er wird bereits seit über 25 Jahren von den Vereinten Nationen ausgerufen, um darauf aufmerksam zu machen, wie wichtig der Zugang zu Wasser und menschenwürdigen Sanitäranlagen für jeden sind. Nach Schätzungen von UNICEF hat rund ein Drittel der Weltbevölkerung keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser. Eine unfassbare Zahl. Verschmutztes Wasser aus Flüssen sowie mangelnde Hygiene sind weitere Probleme. Rund 61 Prozent der Menschen haben keine Möglichkeit, ihre Abwässer sicher zu entsorgen.

Der Weltwassertag ist daher ein guter Anlass, um sich darüber bewusst zu werden, dass der hohe Standard der Wasserwirtschaft in Deutschland nicht selbstverständlich ist. Es bedarf permanenter Anstrengung sowie großer Verlässlichkeit der öffentlichen Daseinsvorsorge, um für sauberes Wasser und eine sichere Entsorgung der Abwässer zu sorgen. Trinkwasser ist unser Lebensmittel Nummer 1 und wird wie kein zweites strengstens überwacht – es ist unsere Lebensgrundlage. Deshalb ist jeder dazu aufgerufen, unsere Wasservorkommen zu schützen und vor allem auch sorgsam mit der kostbaren Ressource umzugehen – und damit kann jeder bereits im Haushalt beginnen. Leider wird die Toilette noch immer zu häufig als Abfallbehälter genutzt. Das hat gravierende Folgen: Über die Kanalisation abgeleitete Abfallstoffe vergiften das Abwasser, verstopfen Rohre, behindern die Abwasserreinigung und belasten nicht zuletzt unsere Gewässer. Insbesondere der Gewässerschutz fordert jeden von uns: die Bürger, den WVS, die Politiker, die Industrie und Landwirtschaft. Denn nur durch nachhaltige Maßnahmen und gezieltes Engagement können wir erreichen, dass unsere Gewässer auch künftigen Generationen als wertvolle Ressource und funktionsfähiges Ökosystem zur Verfügung stehen.

Viele Maßnahmen zum Schutz der Gewässer greifen bereits. So haben unzählige Baumaßnahmen zum Ausbau des Kanalnetzes und dem Bau von Kläranlagen zu Verbesserungen geführt. Ehemals stark verschmutzte Gewässer bieten Kleinstlebewesen und Fischen in großem Artenreichtum wieder ein Zuhause. Im Haushalt kann ein wertvoller Beitrag dazu schon durch den sparsamen Umgang mit Wasser belastenden Haushaltsstoffen und Mitdenken beim Benutzen des Wassers geleistet werden. Es gilt: Speisereste, Zigarettenkippen, Katzenstreu, Hygieneartikel und anderer Müll gehören weder ins Klo noch ins Abwasser! Farben, Lacke und Lösungsmittel können Wasser sehr stark verschmutzen. Sie müssen über die Schafstoffsammlung entsorgt werden. Auch Pflanzenschutz- und Schädlingsbekämpfungsmittel sowie Öle und Fette gefährden die Leistungsfähigkeit unserer Kläranlagen - und über den Klärschlamm auch die landwirtschaftliche Verwertung. Gefährlich sind auch Alt-Medikamente, bei deren Entsorgung jede Apotheke weiterhelfen kann. Aggressive Allzweck-, Sanitär-, Abfluss- und WC-Reiniger stören den Klärprozess und schädigen Gewässer und Gesundheit. Meist reicht der Einsatz von Schmierseife und Scheuerpulver oder von Essigessenz und Zitronensäure. Auch Toilettensteine belasten die Gewässer unnötig.

Weiterhin sollten Waschmittel sparsam und möglichst einzeln dosierbare Pulver im Baukastensystem verwendet werden. Autos werden, statt in der freien Natur, umweltbewusst in offiziellen Waschanlagen gereinigt, da hier das Schmutzwasser aufgefangen wird. Letztlich ist das Vermeiden von Verschmutzungen besser als die beste Reinigung. Gewässerschutz beginnt also im Haushalt und jeder kann dazu beitragen, dass unser Wasser ein wertvolles Naturprodukt bleibt.

Startschuss für den Bau der Kläranlage in Gräfen-Nitzendorf

Wenn der WVS ein großes Bauprojekt startet, dann gehört ein symbolischer Spatenstich zum festen Ritual. So war es in dieser Woche auch in der Moorgrundgemeinde Gräfen-Nitzendorf, wo der Wasser und Abwasser-Verband Bad Salzungen eine neue Kläranlage errichten wird. Das zentrale Klärwerk wird künftig die Abwassermengen von 250 Einwohnern bewältigen.

Der WVS setzt das Bauprojekt im Rahmen seines Abwasserbeseitigungskonzeptes (ABK) um und modernisiert die Abwasserentsorgung der Moorgrundgemeinde in drei Schritten. Im ersten Schritt wird die neue Kläranlage Gräfen-Nitzendorf errichtet und die alte Anlage zurückgebaut. Im zweiten Schritt werden eine Druckleitung, ein Stauraumkanal und eine Abwasserpumpstation im östlichen Teil des Ortes gebaut. Und im dritten Schritt wird die Entwässerungssituation im westlichen Teil Gräfen-Nitzendorfs erneuert. Dabei werden ein Schmutzwasserkanal neu verlegt, eine Druckleitung sowie ein Abwasserpumpwerk gebaut. Gefördert wird diese Baumaßnahme durch Mittel des Thüringer Ministeriums für Umwelt, Energie und Naturschutz. Gräfen-Nitzendorf erhält damit eine zukunftssichere und nachhaltige Abwasserentsorgung.

WVS-Werkleiter Heiko Pagel wünschte allen am Bau Beteiligten eine gute und vor allem unfallfreie Zusammenarbeit. Die Bauarbeiten werden voraussichtlich im zweiten Halbjahr 2019 abgeschlossen.

Teilstrecke des Feldatal-Radweges in Diedorf voll gesperrt

Im Rahmen der Fördermaßnahme für den Anschluss von Fischbach und Diedorf an die Kläranlage Kaltennordheim werden in der Ortslage Diedorf eine Regenentlastungsanlage mit einem Abwasserpumpwerk sowie ein Zulaufsammler errichtet. Die bevorstehenden Bauarbeiten werden im Bereich des Feldatalradweges in der Ortslage Diedorf durchgeführt.

Aus diesem Grund teilt der Wasser und Abwasser-Verband Bad Salzungen mit, dass eine Teilstrecke des Radweges in Diedorf im Zeitraum ab dem 4. März 2019 bis voraussichtlich Dezember 2019 voll gesperrt ist. Während der Vollsperrung ist eine umleitende und nutzbare Alternativroute für die Fahrradfahrer ausgeschildet.

Wirtschaftsplan 2019 in WVS-Verbandsversammlung verabschiedet

Die Verbandsversammlung hat am 28. November der Haushaltssatzung und dem Wirtschaftsplan 2019 des Wasser und Abwasser-Verbandes Bad Salzungen zugestimmt. Zuvor hatte bereits der Werksausschuss grünes Licht gegeben.

Der Haushalt für den WVS sieht im kommenden Jahr Investitionen in Höhe von 23,71 Millionen Euro vor - davon 4,125 Millionen Euro für die Trinkwasserversorgung und 19,585 Millionen Euro für die Abwasserentsorgung. Erwartet wird auch in 2019 ein positives Jahresergebnis im Umfang von rund 198.000 Euro (+ 255.000 Euro im Trinkwasser, - 57.000 Euro im Abwasser). Wofür der WVS im kommenden Jahr seine Mittel einsetzt, wurde detailliert im Wirtschaftsplan 2019 dargelegt. Diesen hat WVS-Werkleiter Heiko Pagel im Werksausschuss sowie in der Verbandsversammlung und in der Sitzung des Verbraucherbeirates erläutert.

Wasserversorgung

Für die Verbraucher bleiben der zum 01.01.2017 gesenkte Wasserpreis von 1,80 Euro pro Kubikmeter sowie die Grundgebühren auch in 2019 konstant. Weiterhin plant der WVS für den Betriebszweig Wasserversorgung Investitionen für wasserwirtschaftliche Maßnahmen in Höhe von rund 4,125 Millionen Euro. Damit werden - ohne Fördermittel – Maßnahmen zur Reha des Trinkwassernetzes, Maßnahmen zur Sicherstellung der Trinkwasserqualität und Versorgungssicherheit sowie Infrastrukturmaßnahmen im Rahmen von Dorferneuerungen als auch Maßnahmen in den Verbandskommunen der Verwaltungsgemeinschaft Hohe Rhön durchgeführt.

Abwasserentsorgung

Auch die Gebühren für die Abwasserentsorgung bleiben in 2019 unverändert. Der Wirtschaftsplan sieht für das kommende Jahr außerdem vor, das Sonderprogramm „Anschluss ländlicher Raum“ konsequent fortzusetzen.

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Ergebnisse der Kundenbefragung

"Wichtig" und "Gut für die Umwelt"

"Wichtig und gut für die Umwelt" – so beschreiben die Kunden ihren Trinkwasserver- und Abwasserentsorger. Der Wasser und Abwasser-Verband Bad Salzungen (WVS) hat seine jährliche Kundenbefragung abgeschlossen, durch die der Verband in Sachen Kundenservice und Leistungsfähigkeit positive Unterstützung erhält. Die Umfrage führte ein Berliner Marktforschungsunternehmen mittels Fragebogen mit jeweils 1.000 Privatkunden von insgesamt 11 Wasserver- und Abwasserentsorgern aus ganz Deutschland durch.

59 Prozent der Befragten gaben an, dass offene Fragen und Anliegen überwiegend am Telefon schnell und unkompliziert geklärt werden können. Im Rahmen des Kundenservices wurde auch die Informationsmenge beurteilt, die den Kunden zur Verfügung gestellt wird. 77 Prozent der Befragten gaben an, dass diese ‚genau richtig‘ ist (1,85 von 3,0 Punkten). Das Urteil über die „Trinkwasserqualität“ fällt mit knapp 3,65 von 5,0 Punkten als ‚gut‘ aus. Das „Preis-/Leistungsverhältnis“ stuften 77 Prozent als ‚angemessen‘ ein. Charakterisiert wurde der WVS von seinen Kunden außerdem durch die Eigenschaften ‚wichtige Dienstleistung‘ und ‚gut für die Umwelt‘. Weiterhin schreiben über 57 Prozent der Kunden dem WVS die Eigenschaft ‚hilfsbereit‘ zu.

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Wir machen mit

Aktionen

Fledermausfreundlich

Der WVS hat die Plakette „Aktion Fledermausfreundlich“ verliehen bekommen. Auf der Kläranlage Barchfeld sowie auf der Kläranlage Bad Salzungen haben die fliegenden Säugetiere Quartier gefunden.