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Hier finden Sie unsere aktuellen Pressemitteilungen, Kundeninformationen und Bauberichte.

Vollsperrung aufgehoben: Übelrodaer Straße in Immelborn wieder befahrbar

20.12.2021

Es ist geschafft! Wie geplant und versprochen wird die Übelrodaer Straße in Immelborn kurz vor Jahresende wieder für den Verkehr freigegeben. Derzeit werden die Asphaltarbeiten gemacht, damit ab Dienstag, den 21.12.2021 die Vollsperrung aufgehoben werden kann und die Übelrodaer Straße wieder durchgängig befahrbar ist.

„Damit schließen wir den größten Teil dieser anspruchsvollen Baumaßnahme ab, die nicht nur die Baufirma Mohr-Bau GmbH und den Verband vor Herausforderungen gestellt hat, sondern die auch viel Geduld von den Anliegern abverlangte“, weiß WVS-Werkleiter Heiko Pagel. Die Bauarbeiten waren aber notwendig, weil sich das vorhandene Kanalsystem in einem schlechten baulichen Zustand befand. „Die Abwasserkanäle und Hausanschlüsse mussten erneuert werden, um das anfallende Schmutzwasser künftig sicher abzuleiten“, so Pagel. Damit wurden für 150 Grundstücke die Voraussetzungen für den Anschluss an die zentrale Kläranlage Bad Salzungen geschaffen.

Der Wasser und Abwasser-Verband Bad Salzungen hat den grundhaften Ausbau der Übelrodaer Straße in einer Gemeinschaftsmaßnahme mit der Gemeinde Barchfeld-Immelborn umgesetzt. Von Anfang an begleiteten herausfordernde Baubegebenheiten vor Ort die Arbeiten.

Zum einen waren in verschiedenen Tiefenlagen sowie auf verschiedenen Trassen Quellrohrleitungen im Weg, die die Bauleute zunächst umverlegt haben, bevor sie den Kanal- und Trinkwasserleitungsbau fortsetzen konnten. Hinzu kam die Enge des Bauraums, die bereits von Beginn an bekannt war. Vor allem zwischen der Quergasse und dem Friedhofsweg gibt es Engstellen.

Zusätzlich zur Verlegung der Abwasserkanäle musste Baufreiheit in Form einer Umverlegung der Gas- und Wasserleitung geschaffen werden, was ebenfalls Zeit in Anspruch nahm. Des Weiteren erschwerte das Ablaufsystem der Amalienquelle die Bauarbeiten. Im Vorfeld gab es hierzu keine aussagekräftigen Bestandsunterlagen. Zum anderen kamen außerplanmäßige Leistungen, wie der Einzug eines Leerrohres für die Telekom Deutschland GmbH kurzfristig hinzu, damit perspektivisch die Leitung für den Breitbandanschluss für Übelroda eingezogen werden kann. „Aber all diese Schwierigkeit wurden überwunden, damit die Bauarbeiten koordiniert weitergehen konnten“, weiß Pagel.

Zur Freude aller Beteiligten ist jetzt die Befahrkeit der Übelrodaer Straße wieder hergestellt. Lediglich im oberen Drittel ab dem Friedhofsweg fehlt die Deckschicht noch. Diese wird nächstes Jahr fertiggestellt. Die Gemeinde Barchfeld-Immelborn hat unter anderem in die Wiederherstellung der Asphaltdeckschicht mitinvestiert, wodurch eine neue und homogene Straßenoberfläche entsteht.

Bürgermeister Ralph Groß bedankt sich bei allen Anwohnern der Übelrodaer Straße, den Bürgerinnen und Bürger des Ortsteiles Übelroda, welche während der Bauphase mit vielen Einschränkungen leben mussten. „Ich freue mich, dass die Übelrodaer Straße für den Verkehr wieder freigegeben wird. Dafür danke ich dem Wasserverband und dem zuständigen Bauunternehmen Mohr-Bau GmbH“, so Ralph Groß.

Mit Aufhebung der Vollsperrung geht auch die Umleitungsstrecke wieder außer Betrieb. Die geringen Restleistungen, die es in der Übelrodaer Straße jetzt noch gibt, können dann unter halbseitiger Sperrung erfolgen. „Wenn alle Restarbeiten abgeschlossen sind, wird die neue Straße offiziell und feierlich übergeben. Das planen wir für Anfang nächstes Jahr“, kündigt Pagel an. Lediglich die Anlagen „Grundberg“, „Quergasse“ und in den Nebenbereichen der „Übelrodaer Straße“ müssen noch realisiert werden. Die Gesamtfertigstellung ist für Herbst 2022 geplant.

Sichere Ver- und Entsorgung in der Siedlung in Immelborn

15.12.2021

Der Wasser und Abwasser-Verband Bad Salzungen (WVS) hat die Siedlung im Ortsteil Immelborn gemeinsam mit der Gemeinde Barchfeld-Immelborn grundhaft ausgebaut. Nach knapp acht Monaten Bauzeit wird die Straße nun offiziell übergeben.

Da sich ein Teil des Altkanals in einem schlechten baulichen Zustand befand, hat der WVS einen 235 Meter langen neuen Mischwasserkanal der Dimension DN 200-400 aus Steinzeug verlegt und die Hausanschlussleitungen erneuert. Damit wurde für weitere acht anliegende Grundstücke der Anschluss an die zentrale Kläranlage Bad Salzungen hergestellt. Vor der Baumaßnahme waren bereits 16 Grundstücke der Siedlung angeschlossen. Die Kanalbauarbeiten hat die Baufirma Hundhausen-Bau GmbH Eisenach durchgeführt. Außerdem wurde eine 290 Meter lange Trinkwasserversorgungsleitung in PE-HD DN 100 verlegt und die Grundstücksanschlüsse erneuert. Eine verkehrstechnische Herausforderung stellte hierbei die Querung der B62 Salzunger Straße dar, da die Arbeiten für die Einbindung der Trinkwasserleitung halbseitig unter Ampelverkehr stattfinden mussten. Durch die geschlossene Bauweise war die Straßenquerung mit vertretbarem Aufwand und unter Aufrechterhaltung des Verkehrs möglich.

Insgesamt belaufen sich die Investitionskosten des Verbandes auf 280.000 Euro, davon 185.000 Euro für den Kanalbau und 95.000 Euro für den Bau der Trinkwasserleitung.

Bei der offiziellen Übergabe bedankte sich WVS-Werkleiter Heiko Pagel bei allen am Bau Beteiligten für die gute Zusammenarbeit. Insbesondere bei dem Ingenieurbüro WSLplan GmbH für die Planung und Bauüberwachung und bei der Hundhausen-Bau GmbH Eisenach für die Bauausführung. Einen besonderen Dank richtete Heiko Pagel auch an die Anwohner, die Verständnis für die Bauarbeiten hatten. Denn diese waren notwendig, um für eine ordnungsgemäße Entsorgung des Schmutzwassers nach dem Stand der Technik zu sorgen und die Trinkwasserversorgungssicherheit zu erhöhen.

Neue Kanalisation in der Sophienstraße in Bad Salzungen

14.12.2021

Der Wasser und Abwasser-Verband Bad Salzungen (WVS) hat die Sophienstraße gemeinsam mit der Stadt Bad Salzungen, der Werraenergie und der TEAG grundhaft ausgebaut. Nach knapp sechs Monaten Bauzeit wird die Straße nun offiziell für den Verkehr freigegeben.

Der WVS hat auf rund 186 Meter Länge die Mischwasserkanalisation und die jeweiligen Grundstücksanschlüsse vom Bereich der Kreuzung Müllerstraße bis zur Langenfelder Straße/Wuckestraße erneuert. Verbaut wurden Rohre der Nennweite DN 250 und DN 300 aus Steinzeug. Die Kanalbauarbeiten hat die Baufirma STRABAG AG durchgeführt. Der vorhandene Kanal zwischen der Kreuzung Müllerstraße bis zur Leimbacher Straße wurde bereits erneuert und blieb somit im Bestand. Insgesamt belaufen sich die Investitionskosten des Verbandes auf etwa 190.000 Euro.

Bei der offiziellen Übergabe bedankte sich WVS-Werkleiter Heiko Pagel bei allen am Bau Beteiligten für die gute Zusammenarbeit. Insbesondere bei dem Ingenieurbüro WSLplan GmbH für die Planung und Bauüberwachung und bei der STRABAG AG für die Bauausführung. Ein besonderer Dank galt auch den Anwohnern für ihr Verständnis in die Notwendigkeit der Bauarbeiten.

Anschluss an die Kläranlage: Geordnete Entwässerung und Versorgung in der Garten-, Schmiede- und Sachsen-heimerstraße in Oberzella

09.12.2021

Der Wasser und Abwasser-Verband Bad Salzungen hat die Garten- und Schmiedestraße im Ortsteil Oberzella gemeinsam mit der Stadt Vacha grundhaft ausgebaut und damit den Anschluss an die zentrale Kläranlage Vacha hergestellt.

Da sich die Altkanäle in einem schlechten Zustand befanden, wurde im Zuge des Straßenbaus ein neues Mischsystem hergestellt. Die Kanalbauarbeiten hat die Tiefbau GmbH Tiefenort durchgeführt. In Teilbereichen der Gartenstraße wurde zudem die Trinkwasserleitung erneuert. Für eine geordnete Entwässerung und Versorgung haben alle anliegenden Grundstücke neue Hausanschlüsse jeweils für den Anschluss an die Entsorgungs- und Trinkwasserversorgungsleitung erhalten. Das Bauvorhaben begann am Anschlussschacht in der Sachsenheimer Straße und hat somit eine direkte Anbindung an den von der Baufirma Giebel Hoch- und Tiefbau AG fertiggestellten Stauraumkanal mit anschließendem Verbindungssammler zum Abwasserpumpwerk. Bereits 2019 wurde mit dem Bau des Abwasserpumpwerkes und einer Abwasserdruckleitung zwischen Unterzella und dem Kanalnetz der Stadt Vacha die Voraussetzung zur Überleitung des Abwassers der Ortslage Oberzella zur Kläranlage in Vacha geschaffen.

Bild: Klaus Albrecht

Damit starke Regenfälle das Pumpwerk und die Kläranlage nicht überlasten, verfügt der Stauraumkanal über einen Regenüberlauf sowie über Rechenelemente, in denen die Grobstoffe aus dem Abwasser zurückgehalten werden. Bei Starkregenereignissen entlastet der Stauraumkanal die Kanalisation und speichert den ersten Schmutzstoß. „Mit dem Stauraumkanal in der Sachsenheimer Straße leisten wir einen wichtigen Beitrag zur Gewässerreinhaltung. Zudem stabilisieren wir das Kanalnetz mit der Drosselung der Zuflüsse zum nachgeordneten Pumpwerk und zur Kläranlage“, so WVS-Werkleiter Heiko Pagel.

Die Investitionskosten des Verbandes belaufen sich auf insgesamt 1.780.000 Euro, davon 400.000 Euro für den Kanalbau und 16.000 Euro für die Trinkwasserversorgung in der Gartenstraße/Schmiedestraße und 1.380.000 Euro für den Bau des Stauraumkanals in der Sachsenheimer Straße mit Anbindung an das Abwasserpumpwerk.

Neue Abwasserkanäle und Versorgungsleitungen in der Friedrich-Engels-Straße in Bad Salzungen

07.12.2021

Der Wasser und Abwasser-Verband Bad Salzungen (WVS) hat Teilabschnitte der Friedrich-Engels-Straße gemeinsam mit der Stadt Bad Salzungen und der Werraenergie grundhaft ausgebaut. Die Bauarbeiten haben im April dieses Jahr begonnen und sind nun abgeschlossen.

Da sich die vorhandenen Abwasserkanäle in der Friedrich-Engels-Straße im Bereich der Hausnummern 28 bis 36 und 20 bis 16 in einem schlechten Zustand befanden, hat der WVS im Zuge des Straßenbaus ein neues Kanalmischsystem hergestellt, die Hausanschlüsse erneuert und die Straßenentwässerung angebunden. Die Kanalbauarbeiten hat die Baufirma Petri Bau GmbH durchgeführt. Parallel dazu hat der Trinkwassermeisterbereich Bad Salzungen in den Baubereichen neue Trinkwasserleitungen und Hausanschlüsse an das Versorgungsnetz hergestellt.

Die Investitionskosten des Verbandes belaufen sich auf insgesamt 175.500 Euro, davon 105.500 Euro für den Kanalbau und 70.000 Euro für die Trinkwasserversorgung. Hinzu kommen Nettobaukosten von rund 31.100 € für Erdarbeiten zur Verlegung einer Trinkwasserleitung außerhalb der erneuerten Straßen.

Bei der offiziellen Übergabe bedankte sich WVS-Werkleiter Heiko Pagel bei allen am Bau Beteiligten für die gute Zusammenarbeit. Ein besonderer Dank galt auch den Anwohnern für ihr Verständnis in die Notwendigkeit der Bauarbeiten, die unter Vollsperrung durchgeführt wurden.

Volles Rohr: Investitionen in 2022

24.11.2021

Für das Jahr 2022 plant der Wasser und Abwasser-Verband Bad Salzungen Investitionen in Höhe von insgesamt 18,89 Millionen Euro. Die Trinkwasser- und Abwassergebühren sowie die Grundgebühren bleiben konstant.

Trinkwasser: Im Bereich Trinkwasser sind 5,195 Millionen Euro für die Sicherung der Wasserversorgung eingeplant. Davon werden zwei Millionen Euro in die Qualitätsverbesserung des Gruppenwasserwerks Barchfeld und in die Neugestaltung der Gruppenwasserversorgung im Oechsetal für Völkershausen und Vacha, Sünna, Unterbreizbach und Räsa investiert. Des Weiteren erneuert der Verband vielerorts die Versorgungsleitungen und zieht auch im Rahmen von Gemeinschaftsmaßnahmen in den Mitgliedsgemeinden beim Straßenausbau und bei Abwassermaßnahmen mit. Wie zum Beispiel in der Bernshäuser Straße in Urnshausen, in der Liebensteiner Straße (L1126) in Gumpelstadt, bei der B62 Badelachen in Vacha und der Vachaer Straße/Friedrich-Engels-Straße in Kieselbach.

Abwasser: 13,695 Millionen Euro will der Verband in Abwassermaßnahmen investieren. Insbesondere in die Fertigstellung der Fördermaßnahmen: Ortsdurchfahrt Oberweid, Übelrodaer Straße in Immelborn, Verbindungssammler von Völkershausen nach Vacha und Stauraumkanal sowie Grumbachstraße in Bad Liebenstein und Weilar mit Pumpstation, Stauraumkanal und Druckleitung. Des Weiteren stehen unter anderem der Ausbau des Pfaffenrains in Kaltenborn und der 3. Bauabschnitt der Meininger Straße in Witzelroda auf dem Plan für 2022. Die Aufnahme in das Förderprogramm 2022 hat der Verband für die Maßnahmen: Bau der Kläranlage Weilar, Ausbau der Vachaer Straße und des 1. Bauabschnitts der Friedrich-Engels-Straße in Kieselbach, für die Lindengasse in Klings, die Bernshäuser Straße K90 in Urnshausen sowie für den Verbindungssammler Weilar-Urnshausen mit Pumpwerk beantragt. Die Beitragserhebung in den Gemeinden, die einen zentralen Anschluss erhalten, erfolgt über Vorauszahlungen in Urnshausen und Weilar.

Insgesamt wird für das Wirtschaftsjahr 2022 ein positives Jahresergebnis von + 23.000 € geplant (-15.000 Euro Trinkwasser und +38.000 Euro Abwasser).

Zentraler Anschluss von Unterrohn für den Schutz von Umwelt und Gewässer

21.10.2021

Um der Gewässerbelastung in Unterrohn durch zu unzureichend behandeltes Schmutzwasser entgegenzuwirken hat der Wasser und Abwasser-Verband Bad Salzungen (WVS) die Voraussetzungen für den zentralen Kläranlagenanschluss der Ortslage geschaffen. Ein neu gebautes Abwasserpumpwerk unterhalb der Kreisstraße 97 sorgt dafür, die ankommenden Abwässer aus Unterrohn über eine Druckleitung zur Kläranlage Bad Salzungen zu leiten. Dort werden sie umweltgerecht und nach dem Stand der Technik gereinigt. Mit dem Spatenstich im September letztes Jahr wurden die Bauarbeiten vom WVS, der Baufirma Wolf-Bauunternehmen, dem Ingenieurbüro Prowa sowie von Vertretern des Ortsteils und der Stadt Bad Salzungen gestartet.

Bild: Ute Weilbach/STZ

Das Ortsnetz von Unterrohn wurde über die vorhandenen Abwasserkanäle an das neue Pumpwerk angebunden. Das Pumpwerk ist fast acht Meter tief in die Erde gebaut. So kann das Schmutzwasser aus Unterrohn im freien Gefälle einfach zufließen. Die zwei Pumpen der Anlage können bis zu 25 Kubikmeter Abwasser pro Stunde zur Kläranlage Bad Salzungen fördern. Ausgehend von dem Abwasserpumpwerk verläuft die neue Druckleitungstrasse auf einer Strecke von rund 680 Metern im Naturschutzgebiet „Werraaue mit Altarmen bei Unterrohn“ vorwiegend über ehemalige Wegeparzellen. Um den Eingriff in der geschützten Werraaue auf ein Minimum zu beschränken, wurde die Rohrleitung im Spülbohrverfahren unterirdisch verlegt. Die Anordnung der Gruben für die Pressbohrung wurde dabei so gewählt, dass die natürlichen Lebensräume und Biotope nicht beeinträchtigt wurden. Auf weiteren 410 Metern führt die Trasse über Feldwege außerhalb des Naturschutzgebietes in Richtung Kaiseroda und bindet direkt auf die bestehende Druckleitung zwischen Kaiseroda und Leimbach auf. Von da aus gelangen die Abwässer zur Kläranlage Bad Salzungen.

Grafik: Hydrotools GmbH & Co. KG

Für die ersten 22 Grundstücke ist der zentrale Anschluss bereits hergestellt. Deren Grundstückseigentümer hat der WVS über das nun einsetzende Verwaltungsverfahren schriftlich informiert, denn sie müssen ihre Grundstückskläranlagen außer Betrieb nehmen und ihr Grundstück an den öffentlichen Kanal anschließen.

Baustart in Bremen: Ausbau der Straße „Zum Sportplatz“

17.08.2021

Im Geisaer Ortsteil Bremen beginnen ab 1. September die Kanal- und Straßenbauarbeiten in der Straße „Zum Sportplatz“ von der Einmündung Steingasse bis zur Hausnummer 4. Der Wasser und Abwasser-Verband Bad Salzungen erneuert die Kanalisation und die Trinkwasserleitung. Im Anschluss daran werden die Straßenbauarbeiten von der Stadt Geisa durchgeführt. Bis Ende dieses Jahres sollen die Arbeiten abgeschlossen werden. Mit der Kanalerneuerung in der Straße „Zum Sportplatz“ wird in Bremen ein Anschlussgrad von nahezu 100 Prozent erreicht.

Aufgrund der Bauarbeiten kommt es zu Beeinträchtigungen. Die Erreichbarkeit der Grundstücke wird für den Anwohnerverkehr nur teilweise ermöglicht. Die Anwohner werden von der bauausführenden Baugesellschaft Ulstertal mbH darüber informiert, ab wann es zu Einschränkungen beim Befahren der Straße kommen kann.

Neue Kanäle und Regenentlastung in der Grumbachstraße in Bad Liebenstein

13.09.2021

Auf dem Gelände des Reiterhofes in Bad Liebenstein kam es in der Vergangenheit häufig zu Überschwemmungen aufgrund von hydraulischen Überlastungen und Rückstau in der Kanalisation. Um diese Situation zu entschärfen investiert der Wasser und Abwasser-Verband Bad Salzungen im Rahmen des Abwasserbeseitigungskonzeptes in die Erweiterung der Kanalisation der Grumbachstraße.

Ziel ist es, die Abwässer aus dem Wohngebiet Am Hölzchen, dem Wohngebiet Am Mühlweg und teilweise aus der Ortskanalisation (Bereich Barchfelder Straße) zur Kläranlage Meimers zu leiten. In diesem Jahr sollen ein Mischwasserkanal, ein Regenwasserkanal und ein Schmutzwasserkanal gebaut werden. Die Bauarbeiten hierfür haben am 16. August begonnen. Die Grumbachstraße ist seitdem voll gesperrt. Eine Umleitung ist ausgeschildert.

Damit es auf dem Gelände des Reiterhofes nicht mehr zu Überschwemmungen kommt, folgt in 2022 der Bau einer Regenentlastungsanlage in Form eines Stauraumkanals. Dieser wird künftig bei Starkregenereignissen die Ortskanalisation zusätzlich entlasten.

In den Kanalbau investiert der Verband rund 1,25 Millionen Euro. Der Freistaat Thüringen unterstützt die Erweiterung des Kanalnetzes mit Fördergeldern. Von der Stadt Bad Liebenstein wird der Ausbau der Straßenoberflächen durchgeführt, die mit 45.000 Euro veranschlagt sind.

Die Reinigung läuft: Kranlucken ist zentral angeschlossen

23.07.2021

Die Bauarbeiten sind fertiggestellt, die Abwasserfracht aus der Kanalisation ist auf dem Weg und die Reinigung läuft: In Kranlucken sorgt jetzt die zentrale Kläranlage für die Abwasserbehandlung. Die Anlage hat die technische Abnahme bestanden und damit durfte auch der symbolische Bandschnitt nicht fehlen.

v.l.n.r.: Wolfgang Mahret (Abwasserfachingenieur WVS), Matthias Hahn (Baugesellschaft Ulstertal mbH), Heiko Pagel (Werkleiter WVS), Karl-Walfried Linke (Projektleiter WVS), Rainer Schachtschabel (Kraus GbR), Bernadett Hosenfeld (Bürgermeisterin Gemeinde Schleid), Silvia Weber (Bauamt Stadt Geisa), Jens Schneider (Baugesellschaft Ulstertal mbH), Sebastian Lindel (System S&P GmbH), Marc Hirschmann (Amiblu Germany GmbH), Ronny Wettengel (ELAplan GmbH), Jens-Uwe Weiß (BN Automation AG)

WVS-Werkleiter Heiko Pagel bedankte sich zuallererst bei allen am Bau beteiligten Firmen, für das erfolgreich umgesetzte Bauprojekt und die gute Zusammenarbeit. Den Bau ausgeführt haben die Baugesellschaft Ulstertal mbH und die BN Automation AG. Mit der Planung und Bauüberwachung des Projektes war das Ingenieurbüro Kraus GbR beauftragt. Die ELAplan GmbH ist für die Planung der Elektro- und Steuerungstechnik zuständig gewesen. Der Dank ging auch an die System S&P GmbH als Hersteller der Kläranlage und die Hydrotools GmbH & Co. KG, die unter anderem den Stauraumkanal ausgestattet hat.

„Das neue Klärwerk kann das Schmutzwasser von 252 Einwohnerwerten reinigen. Für die ersten 50 Prozent der Grundstücke ist der zentrale Anschluss bereits hergestellt“, verkündete Pagel. Da sich die Anlage am westlichen Ortsrand von Kranlucken befindet wurde ein Zulaufsammler gebaut, der das Schmutzwasser aus der Ortslage zur Kläranlage leitet. In der Ortslage selbst sind der Abwasserkanal im Bereich Damian-Ritz-Straße und Am Bach erneuert und eine neue Trinkwasserleitung verlegt worden. Zusätzlich wurde zwischen der Ortslage und dem Klärwerk eine Entlastungsanlage mit einem Stauraumkanal errichtet. Bei Starkregenereignissen entlastet der Stauraumkanal die Kanalisation des Ortsnetzes und schützt den Kohlbach vor starken Verunreinigungen. „Geplant ist, das Kanalnetz im Bereich der Ortsdurchfahrt und den Seitenstraßen in den kommenden Jahren weiter auszubauen, um den Anschlussgrad weiter zu erhöhen“, kündigte Pagel an.

Nun sorgt die zentrale Kläranlage für die Abwasserreinigung nach dem Stand der Technik. Dabei setzen sich zunächst in den Vorklärbecken die enthaltenen Grobstoffe aus dem ankommenden Abwasser ab. Im Anschluss daran leisten die Mikroorganismen einen wichtigen Job und sorgen in der Scheibentauchkörperanlage für die biologische Reinigung.

Sie entwickeln sich auf den drehenden Scheibentauchkörpern und bilden einen biologischen Rasen aus Klärschlamm. Durch die Drehbewegung nehmen sie beim Auftauchen Sauerstoff auf und beim Abtauchen absorbieren sie die Verschmutzung. Dadurch werden einerseits die gelösten Kohlenstoff- und Stickstoffverbindungen abgebaut, andererseits erfolgt ein Wachstum der Mikroorganismen auf den Scheiben. Ist der Klärschlammfilm dick genug, fällt er von den Scheiben ab und wird in der Nachklärung durch Lamellenabscheider vom gereinigten Wasser getrennt. Über eine Pumpe gelangt der Schlamm zurück in die Vorklärbecken, wo er vom WVS abgefahren und auf der Kläranlage in Bad Salzungen energetisch weiterverwertet wird. Das gesäuberte Wasser wird in den Kohlbach eingeleitet.

Für den Gewässerschutz:

Da die Mikroorganismen die im Abwasser enthaltenen Phosphorverbindungen nicht vollständig abbauen können, kommt im Reinigungsprozess zusätzlich das Fällmittel Eisen(3)-Chlorid-Sulfat-Lösung zum Einsatz. Es sorgt dafür, dass sich das Phosphat an den Schlamm bindet und wird schließlich im Klärschlamm mit entsorgt. Das ist wichtig, denn ein hoher Phosphatgehalt ist ein Problem für die natürlichen Gewässer und deren Lebewesen. Als natürlicher Dünger steigert er die Vermehrung von Algen, die beim Absterben auf den Grund sinken und von Mikroorganismen zersetzt werden. Bei diesem Prozess wird viel Sauerstoff benötigt. Eine Überdüngung des Gewässers verursacht deshalb einen Sauerstoffmangel, der Fische und andere Wasserlebewesen ersticken lässt. Aus diesem Grund ist die Phosphorfällung ein wichtiger Schritt in der Abwasserreinigung und trägt zum Schutz der Gewässer bei.

Investitionskosten und Förderung:

Den zentralen Anschluss von Kranklucken hat der Verband als Fördermaßnahme im Rahmen des Abwasserbeseitigungskonzeptes umgesetzt und Baukosten in Höhe von insgesamt rund 2,1 Millionen Euro investiert. Mit rund 625.000 Euro hat der Freistaat Thüringen das Bauprojekt gefördert. „Für den Ortsteil Kranlucken ist die zentrale Abwasserentsorgung eine wichtige Investition in die Infrastruktur des Ortes. Wir sind froh, dass wir mit dem Wasser und Abwasser-Verband Bad Salzungen einen starken Partner an der Seite haben, um dieses Projekt umsetzen zu können“, sagte Bernadett Hosenfeld, Bürgermeisterin der Gemeinde Schleid. Mit rund 292.000 Euro hat sich die Gemeinde an der Mitfinanzierung der Straßenentwässerung beteiligt.

Für die Grundstückseigentümer:

In den kommenden Tagen werden die Grundstückseigentümer, für die der zentrale Anschluss hergestellt wurde, zur Außerbetriebnahme ihrer Grundstückskläranlage informiert. Sie erhalten dazu ein Informationsschreiben des Verbandes, in dem die nun folgenden Schritte erläutert werden. Im Zuge dessen werden auch die Beitragsendbescheide versendet.

Tag der offenen Tür:

„Wir planen auch, einen Tag der offenen Tür zu veranstalten. Dann können die Bürgerinnen und Bürger einen Blick hinter die Kulissen der Abwasserbeseitigung ihres Ortes werfen“, kündigte Pagel an. „Über den Termin werden wir rechtzeitig informieren.“

WVS nimmt neue Kläranlage Geismar in Betrieb und leistet einen Beitrag zum aktiven Gewässer- und Artenschutz

07.07.2021

Der Wasser und Abwasser-Verband Bad Salzungen hat die neue Kläranlage für Geismar und Spahl in Betrieb genommen. Die Umsetzung des zentralen Anschlusses beider Ortslagen stellt einen Meilenstein im Abwasserbeseitigungskonzept des Verbandes dar. „Dieser ist mit Baukosten von über fünf Millionen Euro eine wichtige und zukunftssichere Investition in den Anschluss des ländlichen Raumes“, sagte WVS-Werkleiter Heiko Pagel im Rahmen der feierlichen Inbetriebnahme.  

Anschluss von Geismar und Spahl:

Die neue Anlage befindet sich am nördlichen Ortsrand von Geismar. Die unterirdisch verbaute Technik und die Organisation, die hinter der Abwasserentsorgung und -reinigung steckt, sind beträchtlich und wichtig. Um Geismar anzuschließen wurde ein Mischwassersammler als Zulaufsammler entlang des Gewässers „Geisa“ verlegt, der die Ortslage mit der Kläranlage verbindet. Zudem wurde im Bereich der „Hauptstraße“/„Zum Langen Stein“ ein Abwasserkanal im Trennsystem gebaut, um das Schmutzwasser auf den Verbindungssammler von Spahl kommend aufzubinden. Dieser etwa 2,5 Kilometer lange Verbindungssammler schließt den nördlichen Teil von Spahl sowie die Grundstücke im Bereich Hüttenmühle an. Mit der Verlegung des Mischwasserkanals im Straßenbereich „Am Wasser“ wurde das neue Entwässerungsnetz in Geismar weiter vervollständigt.

Über den Zulaufsammler und den Stauraumkanal kommt das Schmutzwasser aus den beiden Ortslagen (Spahl, Geismar, Hüttenmühle) auf dem Kläranlagengelände an. Der Stauraumkanal nimmt im Regenfall den ersten Schmutzstoß auf. Dadurch wird die hydraulische und frachtseitige Belastung der Kläranlage reduziert und gleichzeitig die „Geisa“ vor starken Verunreinigungen geschützt. Über eine Pumpstation mit zwei Abwasserpumpen gelangt das Schmutzwasser schließlich in die Kläranlage, in der es mehrere Reinigungsstufen durchläuft.

Abwasserreinigung:

Erst werden durch einen Siebrechen grobe Schmutzstoffe entfernt. In zwei nachfolgenden Vorklärbecken wird das Schmutzwasser durch Absetzen der noch enthaltenen Grobstoffe und ungelösten organische Stoffe gereinigt. Anschließend sorgen in den Scheibentauchkörpern Mikroorganismen für die biologische Reinigung. Im Reinigungsprozess wird außerdem das Fällmittel Eisen-III-Chlorid-Sulfat-Lösung eingesetzt, um durch chemische Fällungsreaktionen die ins Gewässer eingebrachte Phosphatbelastung weiter zu verringern. Der Klärschlamm wird schließlich in der Nachklärung durch Lamellenabscheider vom gereinigten Wasser getrennt. Am Ende der Reinigung gelangt das gesäuberte Wasser in das Gewässer „Geisa“. Der Schlamm wird über eine Pumpe in den Schlammbehälter befördert und vom WVS abgefahren, damit er auf der Kläranlage Bad Salzungen energetisch weiterverwendet werden kann.

„Im Interesse unserer Bürger sind wir froh, dass der Wasserverband für die Ortsteile Geismar und Spahl eine zentrale Lösung für die Abwasserbeseitigung umgesetzt hat“, so Bürgermeisterin Manuela Henkel. 435 Einwohner aus Geismar, 74 aus Spahl und 14 aus dem Bereich „Hüttenmühle“ sind bereits angeschlossen. Die neue Kläranlage ist mit ihrer zweistraßigen Scheibentauchkörperanlage für bis zu 895 Einwohnerwerte ausgelegt. Pro Tag können somit bis zu 214,8 Kubikmeter Trockenwetterabfluss (Schmutz- und Fremdwasser) gereinigt werden. Das entspricht einer Abwasser-Jahresschmutzmenge von insgesamt 78.140 Kubikmeter.

Zuvor ist das anfallende häusliche Schmutzwasser in Grundstückskläranlagen vorgereinigt und über mehrere Einleitstellen in das Gewässer abgeleitet worden. Das Schmutzwasser war aber unzureichend behandelt und hat die „Geisa“ stark belastet.

Einweihung der Fledermausquartiere:

Neben dem Gewässerschutz ist der Verband auch für den Artenschutz aktiv geworden und hat auf dem Anlagengelände Fledermausquartiere eingerichtet. Die Region weist eine große Fledermauspopulation auf. Doch leider werden die Unterschlupfmöglichkeiten für die nachtaktiven Flugkünstler immer seltener. Mit dem Projekt „Fledermausfreundliche Kläranlage“ schafft der Verband seit vielen Jahren neue Lebensräume für die bedrohte Tierart. Unter anderem sind die Kläranlagen in Buttlar, Dermbach, Barchfeld, Vacha, Unterbreizbach und Bad Salzungen mit Quartiermöglichkeiten ausgestattet worden. „Es bedarf oft nicht großer Maßnahmen um etwas für den Natur- und Artenschutz zu tun und einen Beitrag zum Schutz der Flugsäuger zu leisten. Auf der Kläranlage Geismar hat sich eine gute Gelegenheit ergeben, die auch in die Tat umgesetzt werden konnte“, so Pagel. „Wir freuen uns, gleich vier neue Fledermauskästen einweihen zu können.“ Darunter sind zwei Sommer- und zwei Winterquartiere.

Die Projektbeteiligten:

Der WVS-Werkleiter nutzte die offizielle Inbetriebnahme auch, um sich bei allen Beteiligten für die gute Zusammenarbeit zu bedanken. Insgesamt waren acht Partner an der Gesamtbaumaßnahme beteiligt:

  • Tiefbautechnische Büro Werra GmbH
  • Büro für Bauplanung & Architektur Kraus GbR
  • ELAplan GmbH
  • Baugesellschaft Ulstertal mbH
  • Tiefbau GmbH Tiefenort
  • BN Automation AG
  • Hydrotools GmbH & Co. KG
  • Baumanagement Erbe

„Bedanken möchten wir uns vor allem auch bei den Grundstückseigentümern und Pächtern der gequerten Grundstücke für das entgegengebrachte Verständnis in die Notwendigkeit der Bauarbeiten“, so Pagel.

Investitionskosten und Förderung:

Insgesamt wurden etwa 5,2 Millionen Euro investiert, von denen rund 1,6 Millionen Euro aus dem Förderprogramm des Freistaates Thüringen zur Verbesserung der Agrarstruktur und des Küstenschutzes geflossen sind.

Tag der offenen Tür:

„Wir planen auch, einen Tag der offenen Tür zu veranstalten. Dann können die Bürgerinnen und Bürger einen Blick hinter die Kulissen der Abwasserbeseitigung ihres Ortes werfen“, kündigte Pagel an. „Über den Termin werden wir rechtzeitig informieren.“

Information an die Grundstückseigentümer:

In den kommenden Wochen werden die Grundstückseigentümer, für die der zentrale Anschluss hergestellt wurde, über die Außerbetriebnahme ihrer Grundstückskläranlage informiert. Sie erhalten dazu ein Informationsschreiben des Verbandes, in dem die nun folgenden Schritte erläutert werden. Im Zuge dessen werden auch die Beitragsendbescheide versendet.

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Pressemeldungen

Archiv

Im Pressearchiv können Sie unsere zurückliegenden Pressemitteilungen und Berichte einsehen.

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Allgemeinverfügung

Regeln für eine gewässerschonende Landwirtschaft in Fischbach

Für einen besseren Schutz unserer Trinkwasserressourcen hat der Landkreis Schmalkalden-Meiningen eine Allgemeinverfügung zur Beschränkung und Überwachung der landwirtschaftlichen Nutzung im Einzugsgebiet der Springquellen in Fischbach veröffentlicht. Die dort tätigen Landwirte werden verpflichtet, an manchen Stellen gar keine Düngemittel mehr auszubringen beziehungsweise die Mengen zu reduzieren. Beweidungsverbote und Umbruchverbote von Grünlandflächen, um diese in Ackerland umzuwandeln, sind ebenfalls Bestandteil der Verfügung. Es ist außerdem geregelt, was der WVS zur Überwachung des Wassers zu tun hat. Auch Bodenuntersuchungen sind vorgesehen. Zudem muss der WVS die Landwirte für die Düngemitteleinschränkung finanziell entschädigen.

Vollständige Allgemeinverfügung lesen