WVS-Verbandsversammlung verabschiedet Wirtschaftsplan 2018

Die Verbandsversammlung hat am 6. Dezember 2017 der Haushaltssatzung und dem Wirtschaftsplan 2018 des Wasser und Abwasser-Verbandes Bad Salzungen (WVS) zugestimmt. Zuvor hatte bereits der Werksausschuss grünes Licht gegeben.

Der Haushalt für den WVS sieht im kommenden Jahr Investitionen in Höhe von 16,810 Mio. Euro vor (T€ 3.225 für Wasserversorgung; T€ 13.585 für Abwasserentsorgung). Ihnen steht ein erwartetes positives Jahresergebnis im Umfang von rund 684 Tsd. Euro (T€ + 394 im Trinkwasser, T€ + 290 im Abwasser) gegenüber. Wofür der WVS im kommenden Jahr seine Mittel einsetzen will, ist detailliert im Wirtschaftsplan 2018 dargelegt. Diesen hat WVS-Werkleiter Heiko Pagel im Werksausschuss, der Verbandsversammlung sowie dem Verbraucherbeirat erläutert.

Wasserversorgung

Aufgrund der positiven Entwicklung im Wasserverkauf hat der WVS zum 01.01.2017 den Wasserpreis von 1,90 Euro/Kubikmeter netto auf 1,80 Euro/Kubikmeter netto gesenkt. Der WVS hat im Jahr 2016 rund 3,33 Millionen Kubikmeter Trinkwasser geliefert. „Die Gebührenminderung für die Verbraucher haben wir auch im Wirtschaftsplan 2018 eingesetzt“, so Pagel. Demnach bleiben die Wasserverbrauchsgebühr sowie die Grundgebühren für die Wasserzähler für alle Kunden gleich.

Für den Betriebszweig Wasserversorgung plant der WVS im kommenden Jahr Investitionen für wasserwirtschaftliche Maßnahmen in Höhe von rund 3,225 Mio. Euro. Damit werden - ohne Fördermittel – Reha-Maßnahmen von Trinkwassernetzen sowie zur Sicherstellung der Trinkwasserqualität und Versorgungssicherheit, Infrastrukturmaßnahmen im Rahmen der Dorferneuerung sowie Maßnahmen in den Verbandskommunen der VG Hohe Rhön durchgeführt.

Abwasserentsorgung

Zum 01.01.2017 hat der WVS, nach 15 Jahren Preisstabilität, auch die Abwasserentgelte angepasst: Volleinleiter (Erhöhung von 2,26 auf 2,43 Euro/Kubikmeter), Teileinleiter (Senkung von 1,39 auf 1,33 Euro/Kubikmeter), Beseitigungsgebühr (Senkung von 39,61 auf 36,41 Euro/Kubikmeter) sowie der Gebühr für die Straßenentwässerung (Erhöhung für Bundes-, Kreis- und Landstraßen von 0,54 auf 0,77 Euro/Quadratmeter; Erhöhung für Kommunalstraßen von 0,39 auf 0,50 Euro/Quadratmeter).

Die Investitionstätigkeit in 2018 wird über die Fördermittel, Beitragseinnahmen aus den Vorjahren und dem laufenden Jahr sowie über eine Kreditaufnahme (T€ 5.266, Tilgung: T€ 2.167) finanziert. Insgesamt sieht der Haushalt im kommenden Jahr Investitionen in Höhe von 13,585 Mio. Euro vor.

Damit  ermöglicht der Wirtschaftsplan für das kommende Jahr die konsequente Fortsetzung des Sonderprogramms „Anschluss ländlicher Raum“. Außerdem können in 2018 die Fördermaßnahmen Kläranlage Neidhartshausen, Kieselbach Regenrückhaltebecken, Pumpwerk, Druckleitung und teilweise Ortsnetz sowie die Maßnahme in Fischbach/Diedorf mit Druckleitung, Pumpwerken, Stauräume und teilweise Ortsnetz fertiggestellt und fortgesetzt werden.

In das Abwasserförderprogramm 2018 des Freistaates Thüringen sind die Maßnahmen Bermbach (Verbindungssammler nach Buttlar), Stadtlengsfeld (Anschluss westliches Feldagebiet, Regenrückhaltebecken und Anschluss an Verbindungssammler), Geismar (Pumpwerk, Stauraumkanal, Ortsnetz) und Spahl (Verbindungssammler nach Geimsar) aufgenommen. Die Realisierung der Maßnahmen ist für die nächsten zwei Jahre geplant.

Einen Teil der für 2018 geplanten Einnahmen wird im Wesentlichen aus den Beitragserhebungen gedeckt. Aufgrund der Fertigstellung des zentralen Anschlusses sind im nächsten Jahr Beitragsendbescheide für die Orte Merkers, Möhra, Oechsen, Neidhartshausen, Zella, Empfertshausen, Bremen und Wölferbütt vorgesehen.

Insgesamt plant der WVS in 2018 ein positives Jahresergebnis von 684 Tsd. Euro (T€ +394 Trinkwasser, T€ +290 Abwasser).