Sichere Trinkwasserversorgung für das Obere Feldatal

Nach insgesamt vier Jahren Planungs- und Bauzeit ist es endlich soweit: Die neue Trinkwasseraufbereitungsanlage TWA Oberes Feldatal in Fischbach/Rhön ist betriebsbereit und damit bereits vollständig in die Gruppenwasserversorgung des Oberen Feldatals (VG 290) integriert. Mit ihr sichert der Wasser und Abwasser-Verband Bad Salzungen (WVS) die Qualität der Trinkwasserversorgung in den Orten Fischbach, Diedorf, Empfertshausen, Zella und Neidhartshausen. In Anwesenheit von Vertretern der beteiligten Unternehmen, Behörden und der versorgten Kommunen wurde das neue Wasserwerk am vergangenen Mittwoch (16.08.2017) offiziell in Betrieb genommen.

Inbetriebnahme Trinkwasseraufbereitungsanlage TWA Oberes Feldatal

Bei der Inbetriebnahme der TWA Oberes Feldatal (v.l.) Denner, Henkel, Janke, Staudt, Jung, Schmidt, Pagel, Thürmer, Hugk, Heinemann

Zwei Millionen Euro hat der WVS in das Wasserwerk und dessen Aufbereitungstechnik investiert. Die ehemalige TWA Fischbach wurde außer Betrieb genommen. Für die Wassergewinnung wird das Quellwasser aus den Springquellen in Fischbach über eine zwei Kilometer lange Zuführungsleitung mit einem Durchmesser von DN 150 (Innendurchmesser 150 mm) Aufbereitungsanlage geführt. Im Jahr 2015 wur­den 660 Meter dieser Leitung im Spülbohr- und Pflugverfahren erneuert. Eine Ultrafiltrationsanlage reinigt und bereitet das Quellwasser auf und sorgt für beste Trinkwasserqualität. Nach der Desinfektion des Wassers mit Chlordioxid fließt das Trinkwasser in zwei Hochbe­hälterkammern. Beide Behälter können insgesamt 400.000 Liter Trinkwasser speichern. Nach stetiger Qualitätskontrolle wird das Trinkwasser anschließend in das Versorgungsnetz abgegeben.

Weitere Informationen zur Anlage haben wir für Sie in der Broschüre TWA Oberes Feldatal zusammengestellt.

Um den maximalen Tagesspitzenbedarf im Versorgungsgebiet von 410.000 Litern Wasser zu decken kann die Anlage täglich bis zu 500.000 Liter Wasser aufbereiten. Das Anlagengebäude selbst wurde als monolithisches Stahlbetonwerk mit 2.000 Kubikmeter umbautem Raum errichtet. Hierfür sind Versorgungsleitungen mit bis zu 180 Metern Länge sowohl im Gebäude verlegt als auch auf 140 Metern Länge unterirdisch verbaut sowie 200 Meter Entwässerungsleitungen installiert. Außerdem wurden 3.300 Meter Elektro- und Steuerkabel verlegt. Im Zuge des Neubaus wurde auf dem Dach der Anlage eine Photovoltaik-Anlage zur Teilenergieversorgung installiert.

Die Bürgermeister Gerhard Staudt (Neidhartshausen), Gerhard Schmidt (Ortsteilbürgermeister Fischbach), Erik Thürmer (Kaltennordheim) sowie der WVS-Werksausschuss vertreten durch die Bürgermeister Martin Henkel (Geisa) und Thomas Hugk (Dermbach) waren angereist, um sich über die komplexe Technik der Anlage zu informieren. Neben der Ansprache von WVS-Werkleiter Heiko Pagel und den Ausführungen von Peter Roth (Fachingenieur Trinkwasser), die in das aufwändige Projekt einführten, bekamen die Gäste die Möglichkeit, sich die neue Wasseraufbereitungsanlage anzuschauen. Mit diesem wasserwirtschaftlichen Großprojekt betreibt der WVS nun eine weitere moderne Trinkwasseraufbereitungsanlage im Verbandsgebiet. „Wir als regionaler Trinkwasserversorger garantieren die Versorgung mit Trinkwasser in bester Qualität auch für die kommenden Generationen. Wir freuen uns, dass es gelungen ist, die Qualität der Gruppenwasserversorgung zu sichern, von der die Bürgerinnen und Bürger des Oberen Feldatals unmittelbar profitieren“, berichtet Pagel und fügt hinzu „Im Frühjahr 2018 werden wir die TWA Oberes Feldatal bei einem Tag der offenen Tür auch für alle Interessierten öffnen.“