Erfolgreicher Probebetrieb mit Stauraumkanal und Abwasserpumpwerk in Möhra

Mit dem symbolischen Spatenstich im Dezember 2015 wurde der offizielle Baustart für den Anschluss Möhra an die Kläranlage Barchfeld eingeleitet. Ein Jahr später, seit Dezember 2016, werden bereits die ersten Abwässer aus dem östlichen Teil von Möhra nach Barchfeld geleitet. Nach der Inbetriebnahme des Stauraumkanals sowie des Abwasserpumpwerkes „Möhra Ost“ haben die Anlagen diesen Probebetrieb nun erfolgreich bestanden. Damit stehen das Teilobjekt 1 Druckleitung nach Gumpelstadt sowie das Teilob-jekt 2 Stauraumkanal und Abwasserpumpwerk „Möhra Ost“ vor der Fertigstellung.

Anschluss Möhra an die zentrale Kläranlage Barchfeld

Mit Umsetzung der Fördermaßnahme für den zentralen Anschluss von Möhra wird künftig das häusliche Abwasser des östlichen Einzugsgebietes aufgenommen und mit den Abwäs-sern des restlichen Ortes gebündelt der Kläranlage in Barchfeld zugeführt. Zur Umsetzung der Maßnahme wurde im Teilobjekt 1 zunächst eine 3,3 Kilometer lange Druckleitung nach Gumpelstadt gebaut. Auf dem Sportplatzgelände parallel zur Martinstraße entstand im Teil-objekt 2 ein ca. 30 Meter langer Stauraumkanal, einschließlich des Abwasserpumpwerkes “Möhra Ost”. Eine wichtige Voraussetzung für den Anschluss des Ortsnetzes an die Kläran-lage Barchfeld wurde mit dem Bau des Mischwasserkanals (Teilobjekt 3) in der Martinstraße geschaffen, der als Zulaufsammler zum Stauraumkanal „Möhra Ost“ dient.

Die verbindende Druckleitung zwischen dem westlichen und östlichen Ortsteil (Teilobjekt 4) wurde bereits im Sommer vergangenen Jahres vollendet. Im Frühjahr werden die Arbeiten am Abwasserpumpwerk „Möhra West“ und am Regenüberlaufbecken (Teilobjekt 5) in Nähe der Firma Handschumacher fertiggestellt und die Anlagen in Betrieb genommen. Damit wird auch der westliche Ortsteil von Möhra angebunden.

Der Anschluss von Möhra an die zentrale Kläranlage in Barchfeld ist mit einer Investitions-summe von ca. 3,2 Millionen Euro eines der größten Projekte des WVS. Ziel ist es, alle Arbeiten zum Reformationsjubiläum 2017 fertigzustellen. Die Maßnahme ist ein wichtiger Bei-trag zur Umsetzung des Abwasserbeseitigungskonzeptes und wird aus den Mitteln des Eu-ropäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raumes gefördert.